Am 09.10.2011 ging es frühmorgens bereits los, um an der Gedenkfeier zum 50. Bestehen
der Kriegsgräberstätte "Am Nagelberg" im 140 km entfernten Treuchtlingen teilzunehmen.
Wie immer war die Organistion hervorragend. Die freiwillige Feuerwehr sperrte
die direkte Zufahrt ab und wies die Fahrzeugführer der ca. 250 Besucher, auf einen,
auf einer Wiese angelegten Parkplatz. Nach einem kurzen Fußmarsch, auf dessen Weg
sechs Steinkreuze mit den Jahreszahlen der sechs Kriegsjahre aufgestellt sind, erreichten
wir die Gedenkstätte.


Während des gesamten Fußmarsches hatte man die Gedenkstätte im Blick, was die Vorfreude
nur noch steigerte.
An deren Eingang befindet sich eine Steintafel, auf der man:
Den Getötenen
aus Gerechtigkeit,
den Lebenden zur
Umkehr
lesen kann.

Es waren ca. 250 Besucher anwesend, welche die zahlreichen Abordnungen von Vereinen,
sowie von Reservisten, Rotem Kreuz und der Polizei bestaunen konnten.

ein Teil der ca. 250 Besucher bei kaltem Wind

zahlreiche Fahnenabordnungen

Nach der Begrüßung von Bürgermeister Werner Braun, der Gedenkrede des Regierungspräsidenten
Herrn Dr. Thomas Bauer und der Ansprache mit Gebet der Geistlichen beider Konfessionen, folgte
die Kranzniederlegung. Alles wurde untermalt durch den evangelischen Posauenchor aus
Treuchtlingen.
Nach einer Stunde im kalten Wind, war die Gedenkfeier beendet und so mancher Besucher stand
am Stein seines gefallenen Familienmitgliedes, legte Blumen oder Gesteck nieder und hielt
inne.



Gedenken an den Vater und Großvater
Diese Gedenkstätte wurde 1961 eingeweiht und ist die größte in Nordbayern.
Hier wurden 2545 Tote aus 472 Gemeinden zusammgeführt. Neben Soldaten, darunter
42 aus dem Ersten Weltkrieg, sind auch viele Männer, Frauen und Kinder, welche
bei den schweren allierten Bombenangriffen im Februar und April 1945 auf Treuchtlingen
ihr Leben ließen. Besonders tragisch war der Angriff auf den völlig überfüllten
Bahnhof von Treuchtlingen. Hier starben die meisten Zivilisten, auch wurden ganze Familien
ausgelöscht.

Mann und Frau wurde am 02.04.45 getötet
2190 Opfer sind namentlich bekannt, die restlichen 355 wurden als "Unbekannt" hier
ihrer letzten Ruhe übergeben. Ein ca. 25x25 cm großer Stein ist die einzige Erinnerung
die blieb.


Diese Steine sind in verschiedenen Blöcken angeordnet und geben somit dieser Gedenkstätte ein
würdevolles Aussehen.

Die Gedenkstätte wird vom Volksbund hervorragend gepflegt, ein mit Steinen angelegter Bach-
lauf durchzieht die gesamte Anlage. Wer sich in der Nähe von Gunzenhausen aufhält, sollte sich
die Zeit für einen Besuch nehmen, denn ein kurzes Gedenken an die Gefallen, ein Dank an das
Leben oder ein Eintrag ins Gedenkbuch ist diese Anlage allemal wert.....